Gewerbeversicherung – für Existenzgründer ein Muss

Der Schritt in die Selbständigkeit ist eine große Herausforderung. Jeder Existenzgründer steht vor ähnlichen Problemen. Die erste große Hürde ist der Businessplan. Bereits hier kann sich entscheiden, ob das Start-up ein Erfolg wird oder scheitert. Der Businessplan ist aber noch längst nicht alles. Sobald Geldgeber die Idee der Unternehmensgründung abnicken und Existenzgründer das erste Startkapital in den Händen halten, beginnt der eigentliche Stress.

Mitarbeiter der ersten Stunde müssen eingestellt, funktionierende Unternehmens-, Vertriebs- sowie Marketingstrukturen aufgebaut und die einzelnen Punkte des Businessplans umgesetzt werden. In dieser Phase könnte der Tag wahrscheinlich 48 Stunden haben – es bliebe immer noch Arbeit liegen. Ein wichtiger Punkt bleibt leider immer wieder unberücksichtigt – die Frage nach dem Versicherungsschutz. Dabei zeigen die Erfahrungen der Unternehmensberatung, dass gerade hier eine Existenzgründung immer noch scheitern kann.

Unternehmen ohne Gewerbeversicherungen – ein Vabanque-Spiel

Wer als Existenzgründer den Abschluss notwendiger Gewerbeversicherungen auf die lange Bank schiebt, muss im schlimmsten Fall mit Schadenersatzforderungen oder anderen finanziellen Belastungen rechnen, die geradewegs in die Insolvenz führen. Insbesondere Einzelunternehmen, in denen der Inhaber mit seinem gesamten Vermögen haftet, lassen in diesem Zusammenhang die Trennung zwischen Beruf und Privatleben schnell verschwimmen.

Für Existenzgründer ist es daher grundsätzlich zu empfehlen, sich bereits früh im Gründungsprozess mit dem notwendigen Versicherungsschutz zu beschäftigen. An dieser Stelle ist die Beratung durch Experten Pflicht. Jede Branche/Beruf ist anderen Risiken im unternehmerischen Alltag ausgesetzt, an welche die Gewerbeversicherung angepasst werden muss.

Einer der wichtigsten Bereiche betrifft die Haftungsrisiken. Handwerker, Ingenieurbüros, Baubetriebe, Steuerberater – jeder Existenzgründer kann von unzufriedenen Kunden belangt werden, wenn diese meinen, einen Schaden erlitten zu haben. In diesem Fall greift die Betriebshaftpflicht. Schließlich werden in Deutschland auch Unternehmen für verursachte Personen- und Sachschäden herangezogen. Eine Tatsache, die kein Existenzgründer unterschätzen sollte. Gerade in der Baubranche und Handwerksbetrieben sind Situationen trotz aller Vorsicht an der Tagesordnung, die in einer Schadenersatzforderung münden können. Ohne den Schutz der Betriebshaftpflicht wird es dann schnell teuer. Speziell Personenschäden können für Existenzgründer ohne Betriebshaftpflicht de facto den Ruin bedeuten. Lohnt sich der Abschluss einer Betriebshaftpflicht aber immer? Oder gibt es Bereiche, in denen andere Policen für Existenzgründer gefragt sind?

Haftpflicht und andere Gewerbeversicherungen

Die Betriebshaftpflicht deckt in erster Linie Personen- und Sachschäden. Es gibt aber einige Berufe, in denen vor allem Vermögensschäden, gleich welcher Art auftreten. Es muss im Bereich der Haftpflichtversicherungen für Existenzgründer also sehr genau nach Branche und Beruf unterschieden werden. Möglicherweise ist eine Berufs-, Produkt- oder gar die Vermögenshaftpflichtversicherung die bessere Wahl. Parallel müssen über Gewerbeversicherungen auch Fuhrpark, Produktionsanlagen und Lagerbestände geschützt werden.

Fazit: Existenzgründer müssen beim Aufbau ihres Start-ups an die Gewerbeversicherungen denken. Und sollten dabei auf eine professionelle Beratung keinesfalls verzichten. Weiterführende Informationen finden Sie hier.


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